skip to Main Content

4 – Ludwig, Carl

4 - Ludwig, Carl Friedrich Wilhelm
4 - Ludwig, Carl Friedrich Wilhelm

Corps

  • Rec. 15.7.1839; Stifter,
  • EM 17.2.1840.
  • Guestphalia Marburg rec. 1836.
  • Schwager von Carl Schotten I (57).

Vita

  • Geb. 29.12.1816 in Witzenhausen;
  • Abitur am Gymnasium Hanau;
  • 1834-38 stud. med. in Marburg, Bamberg und Erlangen, 1839-41 Marburg, 19.12.1840 Promotion zum Dr. med.;
  • 1.5.1842 2. Prosektor der anatomischen Anstalt zu Marburg;
  • 1842/43 Habilitation in Physiologie und Anatomie, 1843 Beginn der Lehrtätigkeit in Marburg, 1.5.1843 1. Prosektor, 21.2.1849 ao. Professor für vergleichende Anatomie, 11.10.1849 auf seinen Wunsch Entlassung aus dem hess. Staatsdienst, Herbst 1849 o. Professor für Anatomie und Physiologie in Zürich, 1855 o. Professor der Physiologie und Zoologie an der Josephinischen Akademie in Wien, 1.4.1865 o. Professor der Physiologie in Leipzig, Leiter der von ihm gegründeten und 1869 eingeweihten Physiologischen Anstalt;
  • Dr. phil. h.c. der Universität Leipzig;
  • Geh. Hofrat;
  • gest. 23.4.1895 in Leipzig.

Familie

  • Verh. 23.12.1849 mit Christine Endemann, gest. 19.9.1897, Tochter des Professors der Rechte Hermann Endemann, Marburg;
  • ein Sohn, eine Tochter.

Weitere Anmerkungen

  • Ludwig schreibt über seine Mitwirkung bei der Gründung der Hasso-Nassovia:
    “Der Eintritt in die Verbindung hat mir noch ein Semester Studium gekostet, so dass ich erst im 12. Semester promovieren konnte; aber ich habe froh im Kreise meiner Genossen gelebt, weil das angestrebte Ziel, die Ordnung der studentischen Verhältnisse erreicht war”.
  • Ludwig musste wegen Tragen von Verbindungsfarben und wegen Unfleisses das consilium abeundi unterschreiben.
    „Er studirte zuerst in Marburg, und nachdem er von da wegen „politischer Umtriebe“ relegirt worden war, in Erlangen Medicin. L. war, um es milde auszudrücken, ein sehr flotter Student, der sicherlich in jener Zeit die Handhabung des Rappiers und mancherlei anderweitige, studentische Gebräuche aller Art unendlich viel eingehender studirte, als medicinische Werke oder wissenschaftliche Apparate. Ein Schmiß durch seine linke Oberlippe, der an den meisten Bildern von ihm deutlich zu erkennen ist, gibt Zeugniß von dieser seiner akademischen Thätigkeit.“
    (Grützner/Dove in ADB, Bd. 52, S. 123 ff., München 1906).
  • Ludwig ist mit einer Gedenktafel in Witzenhausen und mit Büsten in der Universität Leipzig geehrt worden, eine große Idealbüste (von Joh. Schilling) stand im Physikalischen Institut, eine mehr realistische (von Carl Seffner) in der Aula der Universität. Er war ein Freund von Hermann von Helmholtz. Er führte grundlegende Untersuchungen über die auf den Nervenverbindungen der Drüsen beruhende Speichelabsonderung durch, Messungen der Arbeitsenergie des Herzens und der Geschwindigkeit der Blutzirkulation, die er grafisch wiedergeben konnte.
  • Verfasser des “Lehrbuchs der Physiologie des Menschen”,
  • 1852/56. Ludwig schuf mit Helmholtz und Du Bois-Reymond die Physiologie des 19. Jahrhunderts.
  • Pour-le-Mérite für Kunst und Wissenschaft (1889);
  • Ehrenbürger der Stadt Leipzig (1890).
  • Catalogus Professorum Academiae Marburgensis (1927).
  • Lebensbilder aus Kurhessen und Waldeck, Hrsg. Ingeborg Schnack, Bd. 3, 279 ff. mit Bild, Marburg 1942; Erhart Kahle in NDB, Bd. 15, 429 f., Berlin 1987.
    Bild (Federzeichnung) in: Ferdinand Justi, Icones Professorum Marpurgensium, Marburg 1887.

Quellen

  • CZ 1, 23; 43,18; 78, 69;
  • Nachruf zum 100. Geburtstag in KN 13, 70.
  • KCL 1910; KCL 1960.

Y

Back To Top
×Close search
Suche